Müller & Witzmann

Da nicht einmal Peter etwas zu diesem Betrieb beitragen konnte, ist die Plakette von Müller & Witzmann bis auf Weiteres ein Unikat.


Über ANNO konnte ich noch ein paar Fakten zusammentragen. Seit 1. Jänner 1878 sind die Herren Carl Müller und Ferdinand Witzmann offene Gesellschafter mit Sitz X., Simmeringerstraße 120.


Am 6. September 1883 preisen sie erstmals ihre Produkte in der Morgen-Post an, darunter auch Clavierseiten (sic!), Sitz Inzersdorf am Wienerberg, Comptoir (also Büro) Kettenbrückengasse 17.


Die ersten Rollbalken, sogar geräuschlose, werden am 5. August 1893 in der Neuen Freien Presse beworben; mit der angegebenen Firmenadresse in der Ziegelofengasse 28 waren sie Nachbarn von Johann Anderle. Auch ein Telephon hat man sich schon geleistet.


Die prächtigste Anzeige erscheint 1893 in einer Ausgabe des Bautechnikers, was das "ap." bei k. u. k. priv. heißen soll, weiß ich noch nicht.


Mitte des Jahres 1899 stirbt Carl Müller, während der Dauer der Verlassenschaftsabhandlung zeichnet Frau Theresia Müller.


Aus der Ausgabe 1913 der Zeitschrift des österreichischen Ingenieurs-Vereines erfährt man, dass Müller & Witzmann in der Inzersdorfer Stahlwarenfabrik Ges. m. b. H. aufgegangen sind.


Am 8. Mai 1914 wird in der Neuen Freien Presse verlautbart, dass die Gesellschaft aufgelöst und in Liquidation getreten ist, was in den Juristischen Blättern Ende desselben Jahres noch einmal veröffentlicht wird.

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